Das Nachfolgeprojekt!

Der Wind hat mich weiter getrieben und daher wird dies der letzte Beitrag auf dieser Seite sein. TheUnframed.at war ein spannendes Projekt für mich, auf dem ich einiges herumexperimentieren und auch allerlei Erfahrungen sammeln konnte.

Doch die Zeiten ändern sich und vor allem habe ich mich verändert. Also wird es Zeit dieses Kapitel für beendet zu erklären und einen neuen Weg einzuschlagen.

windstimmewww.windstimme.at

Wer in Zukunft also wieder etwas von mir lesen möchte, dem möchte ich mein neues Projekt ans Herz legen. Windstimme steht für eine große Vielfalt an Themen und wird in Zukunft mein neues, digitales Zuhause sein für alle die kleinen und großen Artikel, die mir im Kopf herumspuken.

See you on the other side!

Mehr Sicherheit!

Kaum ist der erste Schreck eines Terroranschlags überwunden kommt es so sicher wie das Amen im Gebet: Der Ruf nach mehr „Sicherheit“!

„Leider schränkt der notwendige Kampf gegen den Terror auch unsere Bürgerrechte ein. Wir müssen aber alles tun, um weitere Tote zu verhindern.“ ÖVP Klubchef Reinhold Lopatka via Twitter

Doch wie viel Wert ist ein Leben in „Sicherheit“ wenn wir dafür auf unsere Freiheit und Rechte verzichten müssen? Wie lebenswert ist ein Leben in einer Zelle umgeben von Sicherheitsmechanismen, die verhindern sollen das böse Menschen in unsere Nähe kommen? Wir sollten niemals vergessen, dass sämtliche Mechanismen die dazu geschaffen sind, Menschen daran zu hindern in unser Land zukommen auch uns daran hindern bzw. es uns eventuell irgendwann gar unmöglich machen unser Land zu verlassen. Und wenn wir mehr Überwachung fordern, dann sind wir selbst immer auch Teil jener Masse, die Überwacht wird.

„Wir brauchen mehr Überwachung, die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und am besten wieder Grenzkontrollen, damit wir endlich wieder wissen wer alles in unser Land kommt. Wer weiß wie viele Terroristen täglich über unsere Grenzen kommen.“

Schauen wir uns diesen nicht unüblichen Absatz an Forderungen Schritt für Schritt einmal genauer an:

Mehr Überwachung

Mehr Überwachung, sein es nun mehr Securities vor diversen Einrichtungen oder mehr Videokameras an öffentlichen Orten bedeutet immer eines: saftige Umsätze für private Sicherheitsfirmen. Dass dabei staatliche Gelder in Unternehmen fliesen, die sich mittlerweile zu kleinen oder großen Privatarmeen entwickeln und dabei reichlich an Angst und Terror mitverdienen, wird oft nicht bedacht. Sind wir mittlerweile schon so weit, dass wir für die Einschränkung unserer Freiheit für etwas mehr „Sicherheit“ bereitwillig bezahlen? Und das auch noch an solche Unternehmen?

Vorratsdatenspeicherung (VDS)

In Österreich mittlerweile wieder abgeschafft, gibt es die VDS bereits seit 2006 in Frankreich. Wie weit diese dabei geholfen hat, die Anschlagsserie in Paris zu verhindern, dürfte mittlerweile ein jeder mitbekommen haben. Es gibt schlicht keine Argumente für die VDS. Gegenargumente gibt es allerdings mehr als genug. Zum Beispiel: Werden bei der VDS sämtliche Daten der Bürgerinnen und Bürger, egal ob verdächtig oder nicht verdächtig, undifferenziert gespeichert und das allein sollte den meisten Menschen schon negativ aufstoßen.

Grenzkontrollen

Sein wir uns ehrlich, wenn jemand wirklich einen Anschlag auf ein Land plant, dann findet diese Person auch Mittel und Wege in dieses Land zu kommen. Das Einzige was Grenzkontrollen mit sich bringen ist ein erheblicher Mehraufwand für den Staat und natürlich Unannehmlichkeiten für alle, die aus oder in unser Land reisen möchten. Und alles für kaum bis keine Steigerung der „Sicherheit“ im Land.

Terroristen unter den Flüchtlingen

Und für all jene die Angst davor haben, dass Terroristen getarnt als Flüchtlinge über unsere Grenzen kommen, möchte ich an dieser Stelle Karim El-Gawhary zitieren: „An alle die Angst davor haben, dass Terroristen mit den Flüchtlingen in unser Land kommen. Ich kann Sie beruhigen, die sind schon längst da.“

Ich hoffe, es dämmert mittlerweile, warum ich das Wort Sicherheit bis dato immer unter Anführungszeichen gesetzt habe. Nicht alles, was mehr Sicherheit verspricht, bringt diese auch tatsächlich und nicht jedes Übel, was als notwendig bezeichnet wird, muss tatsächlich in Kauf genommen werden.

Was ist uns also unsere Freiheit wert? Ist es nicht schon ein Sieg für die Terroristen wenn wir anstatt unser Leben weiter zu leben in Angst und Panik verfallen und unsere Freiheit freiwillig aufgeben? Und welche Gesetze und Mechanismen bringen eigentlich mehr Einschränkungen für unsere Freiheit, anstatt wie versprochen für mehr Sicherheit zu sorgen?

Und weil es nie besser gepasst hat als jetzt: http://www.staatsschutz.at

Mein Bekenntnis

Ich bin kein Österreicher und ich bin auch kein Europäer. Ich bin ein Mensch.

Alle anderen Unterscheidungen sind reine Kopfsache, erschaffen durch vom Menschen gezogene Grenzen. Genährt durch den Drang nach Zugehörigkeit und dem Zwang Unterschiede aufzudecken und auszuleben. Ironie at it’s best, würde ich sagen. Denn anstatt sich mit der Zugehörigkeit des Menschseins zu begnügen, ziehen wir Grenzen, um uns kleineren, elitäreren Gruppen zugehörig fühlen zu können. Wie absurd.

Ich bin nicht stolz auf meine Nationalität. Ich bin nicht stolz auf unsere Werte. Ich bin nicht stolz auf unser Land. Ich bin nicht stolz darauf auf diesem Fleckchen Erde geboren worden zu sein.

Aber ich empfinde Liebe. Liebe für unseren Planeten. Liebe für meine Mitmenschen, egal woher diese auch stammen oder wohin sie gehen. Liebe für alle Lebewesen und für alle Pflanzen.

Wir brauchen keinen Stolz, wir brauchen Liebe. Stolz hat in unserer Gesellschaft einen viel zu hohen Stellenwert, während Liebe immer weiter an Bedeutung verliert und nur noch in Bezug auf unsere Familie und Partner Verwendung findet. Dabei sollte Liebe etwas Grenzenloses, Unermessliches, Unendliches sein, dass wir für alles und jeden empfinden können, dürfen und auch sollten. Liebe verbindet uns, sie spendet uns Kraft, sie gibt unserem Leben einen Sinn und sie ist es auch, die uns zu dem macht, was wir sind: Menschen.

Nicht Hass, sondern nur Liebe kann etwas in unserer Welt bewirken und diese lebenswerter für alles und jeden gestalten. Vergessen wir die uns beigebrachten Grenzen und widmen wir uns wieder unseren Herzen. Hört auf eure Gefühle und lasst euch nicht einreden, dass diese naiv, lächerlich oder kindisch seien. Wir sehen tagtäglich in den Medien, was uns dieser Weg gebracht hat. Hört auf euer Herz und nicht auf die selbst ernannten Experten, die euch tagtäglich erzählen, wie man es in unserer Gesellschaft zu etwas bringt oder was ihr erreichen müsst, um ein „ordentliches“ Leben zu haben.

Gebt der Liebe wieder ihre Kraft zurück und vertraut auf eure Herzen!

Liebe und Friede sei mit euch! Peace be with you! Shalom! As-salāmu ʿalaikum!

Reden wir über Angst

Anmerkung: Dieser Text wurde ursprünglich als Kolumne auf Shock2 veröffentlicht.

Im aktuellen Shock2 Podcast haben wir ja ein Interview mit Dr. Lars Robert Krautschick zum Thema künstlich erzeugte Angst in Horrorfilmen und Videospielen. Passend dazu dreht sich meine Kolumne heute um eine reale Angst und was wir tun können, um diese zu überwinden.

Wenn man vor etwas Angst hat, dann ist es der einfachste Weg dieser Angst aus dem Weg zu gehen. Es ist der Weg mit dem geringsten Widerstand, sich nicht genauer mit dieser Angst auseinanderzusetzen, sondern diese zu akzeptieren und als gegeben hinzunehmen. „Ist halt so“. Doch was, wenn sich um eine Angst handelt, die sich nicht so einfach wie Höhenangst vermeiden lässt? Was, wenn man nicht einfach sagen kann: „Dann sehe ich mir Hochhäuser eben nur von unten an.“? Dann müssen wir uns dieser Angst stellen, denn wenn wir dies nicht tun, dann wird sie zum Nährboden für Wut und Hass.

Wenn wir uns die derzeitige Medienlandschaft einmal genauer ansehen, dann dominiert vor allem ein Thema den Alltag: Die Angst vor Flüchtlingen. Wir hören täglich vom überfüllten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, von der Suche nach möglichen Quartieren, von Toten, die es über die illegalen Schlepperrouten nicht geschafft haben, und von der Anzahl an Menschen, die in den nächsten Monaten bei uns Schutz suchen werden. Bilder von verschmutzten Straßen in Traiskirchen, von improvisierten Zeltlagern und von hunderten Menschen, die sich für die Essensausgabe anstellen schüren bei den Menschen ein Gefühl von Unwohlsein. Hilflosigkeit macht sich breit und vermittelt den Menschen den Eindruck, dass ihre Bedürfnisse und Ängste derzeit nichts auf der politischen Agenda zu suchen haben. Aus der Angst überhört zu werden entsteht Wut auf diejenigen, die anscheinend wichtiger sind als man selbst und deren Anliegen mehr Gehör finden als die eigenen. Dabei treffen diese Wut und der daraus resultierende Hass zumeist Menschen, die ohnehin bereits am Boden liegen und sich nicht wehren können.

Unsere Politik hat an beiden Fronten der Integration versagt!

Auf der einen Seite hat man den sich seit Monaten bzw. Jahren angekündigten Zustrom an Flüchtlingen kaltschnäuzig ignoriert und sich vehement dagegen gewehrt, Maßnahmen zu treffen, um die Situation frühzeitig zu entschärfen und vorbereitet zu sein.

Auf der anderen Seite haben wir nun Menschen, die sich im Stich gelassen fühlen und von der Politik mit leeren Phrasen vertröstet werden. Menschen, die sich übergangen fühlen und Angst davor haben, nicht ernst genommen zu werden.

Auf beiden Seiten stehen Menschen, denen es nicht gut geht. Menschen, die sich nicht verstanden fühlen und deren Meinung als unwichtig deklariert wird. Diese Menschen könnten einander helfen, sich kennen- und lieben lernen und sich gegenseitig wertschätzen. Doch leider scheint es für einige Personen wichtiger zu sein, einen Keil zwischen diese Menschengruppen zu treiben. Sie gezielt voneinander abzugrenzen und die Unterschiede, die eigentlich keine Rolle spiele sollten, aufzuzeigen, um ein gemeinsames Miteinander zu verhindern. Es sollen Feindbilder geschaffen werden, die die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger von anderen Dingen ablenkt.

Wir dürfen Ängste nicht länger ignorieren!

Medienberichte vom nicht enden wollenden Strom an Flüchtlingen sorgen für Existenzängste innerhalb der Bevölkerung. Es wird befürchtet, dass unserer Kultur immer weniger Wert beigemessen wird und stattdessen durch die Zuwanderungen eine andere Kultur Einzug hält. Die Menschen haben Angst vor den Flüchtlingen und Asylwerbern, weil es nur eine anonyme Masse ist. Eine Masse an Leuten, von denen man tagtäglich liest wie kriminell, unordentlich, dreckig, gewaltbereit und undankbar sie seien. Dabei würden wir die Flüchtlinge ganz anders wahrnehmen, wenn jede Gemeinde zwei bis drei Familien aufnehmen würde, statt sie wie derzeit zu Tausenden in eine kleine Stadt zu stecken. Dass es funktionieren kann, zeigen uns viele kleine und große Gemeinden, die sich tagtäglich der Herausforderung stellen. Wir müssen weg vom Bild der namenlosen Masse und hin zur Vorstellung von konkreten und realen Personen mit einem Gesicht.

Oft wird ein Bild von Flüchtlingen und AsylwerberInnen vermittelt als wären es Menschen, die nichts lieber täten als unser Land in den Ruin zu treiben, nur um dann weiter zu ziehen. Dabei sind es Menschen wie wir. Menschen, die sich danach sehnen an einem sicheren Ort zu leben ohne täglich Angst davor haben zu müssen, ihr Haus durch eine Bombe zu verlieren oder von Soldaten im eigenen Wohnzimmer ermordet zu werden. Menschen, die genau wie wir Videospiele zocken wollen, Comics lesen und in den Park gehen möchten. Sie sehnen sich ebenso nach einem ruhigen Leben in Frieden und Liebe mit ihrer Familie. Und sie würden nichts lieber tun, als dieses Leben in ihrem eigenen Land aufbauen und genießen zu können, denn diese Menschen lieben ihr Land ebenso wie wir unseres lieben. Doch der Krieg macht es ihnen unmöglich, ein normales Leben zu führen. Also verkaufen sie so viel wie möglich, um Geld für den Schlepper zu berappen, sie verlassen ihre Heimat ohne Gewissheit, ob sie lebend in Europa ankommen. Sie nehmen mit was sie tragen können und treten eine gefährliche Reise ins Ungewisse an. Eine Reise, die Tausenden vor ihnen das Leben gekostet hat.

Nur wenn alle mitreden können wir etwas bewegen

Unsere Regierungen haben es verabsäumt, sich um die Ängste und Sorgen der Bevölkerung zu kümmern. Ein offener Dialog auf Augenhöhe, in dem man den Menschen wieder das Gefühl gibt, respektiert und ernst genommen zu werden, ist unabdingbar. Wir müssen wieder lernen mit Menschen zu diskutieren, ihre Meinungen und Ängste zu respektieren und dabei sowohl angenehme wie auch unangenehme Themen anzusprechen, um einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden. Nur wenn wir alle dieses Thema anpacken und sich niemand ausgeschlossen fühlt, dann und nur dann, kann unsere Gesellschaft diese Krise bewältigen und gestärkt daraus hervorgehen.

Wie sagt man so schön in Österreich: „Durchs Reden kommen d’Leut zam!“

Kein Mensch ist Illegal

Warum lassen wir uns dazu verleiten Menschen abzustempeln bevor wir diese persönlich getroffen haben, geschweige denn auch nur ein einziges Wort aus ihren Mündern vernommen haben?

Wie weit sind wir in diesem Land gekommen, dass Menschen die Flüchtlingen helfen bzw. diese sogar bei sich aufnehmen zur Zielscheibe von Hass und brutalen Anfeindungen werden?

Was ist nur los mit Leuten, die anderen Menschen den Tod wünschen, diese als Abschaum bezeichnen und gezielt diffamieren nur weil diese Menschlichkeit zeigen?

Wo führt uns dieser Weg voller Hass, Missgunst und Neid auf Menschen, die aus einer Not alles verloren und zurückgelassen haben nur hin?

Wann haben wir verlernt anderen Menschen mit Respekt zu begegnen, mit offenen Herzen auf sie zuzugehen und begierig darauf zu sein sie und ihre einzigartigen Geschichten kennenzulernen?

Wer soll an dieser untragbaren Situation etwas ändern, wenn nicht wir selbst?

‪#‎refugeeswelcome‬

Mein neues Projekt

Das Staatsschutzgesetz, Netzneutralität und die Festplattenabgabe sind nur einige, wenige Themen, die zwar des Öfteren in den Nachrichten erwähnt werden, in der breiten Masse sorgen sie allerdings mehr für fragende Gesichter als interessierte Blicke. Dabei ist das Internet spätestens seit dem enormen Erfolgszug des Smartphones in unser aller Alltag angekommen.

Mit nepo.at möchte ich diese oft kompliziert klingenden und für die meisten Menschen schwer nachvollziehbaren Themen verständlicher machen und ihnen somit die Möglichkeit geben sich selbst ein Bild zu machen, um sich als mündige(r) Bürgerin und Bürger eine Meinung dazu bilden zu können.

http://www.nepo.at

 

Wichtiger als viele denken

Stellen wir uns einmal eine große, mehrspurige Autobahn vor. An manchen Tagen haben alle freie Fahrt und kommen problemlos voran denn es herrscht kaum Verkehr. An anderen Tagen wiederum sind dermaßen viele Autos auf der Straße, dass es im besten Fall schleppend und im schlechtesten Fall gar nicht vorwärtsgeht. Man stelle sich nun vor, dass im Falle eines Staus einer der Fahrstreifen für eine Handvoll Fahrzeuge abgesperrt wird, damit diese ungehindert weiter fahren können. Auf diesem speziellen Fahrstreifen dürfen dann nur Menschen fahren, die das nötige Kleingeld haben und bereit sind dafür Betrag X zu zahlen. Für alle anderen Fahrzeuge bleiben nun also weniger Fahrstreifen übrig, was den übrigen Verkehr weiter einschränkt. Hat man also nicht ausreichend finanzielle Mittel um sich ebenfalls in diesen exklusiven Klub einzukaufen oder sieht man es schlicht nicht ein, hierfür Geld zu berappen, so würde man gezielt benachteiligt werden.

Ersetzt man nun die Begriffe „Autobahn“ durch „Internet“ und „Fahrzeuge“ durch „Services“ hat man ein perfektes Beispiel dafür, warum das Thema Netzneutralität so wichtig ist.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass bestimmte Dienste bevorzugt gegenüber anderen Services behandelt werden. Denn damit bereiten wir den Weg für Zensur und potenzielle Einschränkung der Meinungsfreiheit. Mit der Abschaffung der Netzneutralität legen wir den Grundstein für eine Zukunft in der Unternehmen bestimmen zu welchen Diensten wir Zugriff erhalten und welche Konkurrenzdienste dermaßen gedrosselt werden, sodass diese kaum noch nutzbar sind. Mit der Abschaffung der Netzneutralität nehmen wir kleinen Unternehmen, die es ohnehin schon schwer genug haben gegen Google & Co zu bestehen, jegliche Chance ebenfalls Ihre Produkte an den Mann zu bringen. Oder mit anderen Worten: Wir opfern Freiheit und Gleichberechtigung um Providern und Telekom-Unternehmen mehr Profit zu verschaffen.

Egal ob man Musik streamt, E-Mails liest oder sich in einem Forum mit anderen Menschen austauscht, niemand hat das Recht zu bestimmen, was davon wichtig und was davon unwichtig ist. Gleichberechtigung, sei es nun beim Thema Ehe oder in diesem Fall bei der Internetnutzung, ist ein Grundrecht, das jeder Bürgerin und jedem Bürger zusteht und zustehen muss.

savetheinternet.eu

Wohin geht die Reise?

Hunderte Flüchtlinge sterben tagtäglich vor unseren Grenzen, diejenigen die es bis nach Österreich schaffen werden ausgegrenzt, müssen in Zelten und überfüllten Erstaufnahmezentren am Boden schlafen und werden zu allem Überfluss auch noch Opfer von Hetze und Fremdenfeindlichkeiten.

Es vergeht kein Tag ohne Todesopfer vor den Toren Europas. Kein Tag ohne Hetze und Fremdenfeindlichkeit in Richtung unschuldiger und wehrloser Menschen. Kein Tag ohne Nachrichten, die einem Tränen in die Augen treiben.

Das Asylthema muss oberste Priorität haben und es bedarf endlich einer Reform des Aufnahmeverfahrens und einer Entlastung des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen. Doch was passiert stattdessen? Es wird ein Aufnahmestopp verhängt und anstatt die leer stehenden Kasernen zu öffnen, muss mit jedem Bürgermeister einzeln verhandelt werden weil diese Angst haben Stimmen zu verlieren, wenn sie Menschlichkeit zeigen. Und als Kirsche obendrauf kümmert sich unser Parlament lieber darum ein Staatsschutzgesetz und eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung zu besprechen, anstatt Menschenleben zu retten.

Es ist eine Schande. Eine Schande, dass unsere Politiker lieber daran arbeiten unsere Grundrechte zu beschneiden, anstatt denjenigen zu helfen, die vor unseren Grenzen ertrinken.

Hier geht es um Menschen. Menschen die nicht das Glück hatten in unseren Breitengraden geboren zu sein, sondern anders wo auf die Welt kamen. Wir hatten Glück und sie eben nicht. Und es ist das Mindeste, dass wir nun alles daran setzen ihnen zu helfen und sie nicht wie Abfall zu behandeln. Denn Asyl ist ein Menschenrecht und keine Gnade.

Es macht mich unendlich traurig zu sehen was unsere Politik verabsäumt und es macht mich noch viel trauriger zu sehen, wie viele österreichische BürgerInnen dieses Vorgehen begrüßen und gutheißen. Es bleibt mir nur eine Frage zu stellen: Wohin soll diese Reise gehen?

Alerta, alerta…

Ein gutes Gefühl unter einer Maße an Menschen zu stehen die sich nicht zu schade sind Ihren wohlverdienten Feierabend dafür zu nutzen, um einen Haufen Ewiggestriger zu zeigen, dass diese Stadt kein Interesse an einem PEGIDA Aufmarsch hat.

Etwa 300 Menschen ließen es sich dennoch nicht nehmen auf der Freyung deutsche und österreichische Fahnen zu schwenken, um gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ einzustehen. Egal ob es sich dabei um Neonazis, Menschen aus diversen sozialen Schichten oder ehemalige Nationalratspräsidenten handelt, es ist traurig genug, dass dem Ruf dieser Bewegung auch nur eine einzelne Person gefolgt ist. Ihnen gegenüber standen am heutigen Abend tausende Menschen, um gemeinsam die Stimme zu erheben und um ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Hetze zu setzen.

Natürlich hätten es eigentlich Zehntausende bzw. Hunderttausende Menschen sein müssen aber als Mensch mit der Ambition etwas in unserer Welt zu verbessern muss man sich schon über jede noch so kleine positive Entwicklung freuen und Kraft daraus schöpfen. Denn es wird uns tagtäglich schwer genug gemacht negative Aspekte in unserer Gesellschaft anzusprechen und diese ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Und auch wenn man es nicht wahr haben will, aber Veränderung begann immer schon und wird auch immer bei uns selbst beginnen.

#nopegida

Neues Preview: Call of Duty: Advanced Warfare

Call_of_Duty_Advanced_Warfare_Logo

Mit Call of Duty: Advanced Warfare erwartet uns im Herbst nicht nur das erste, speziell für die NextGen entwickelte Call of Duty, sondern es erwartet uns auch das erste Spiel vom bis dato eher unbekannten Entwickler Sledgehammer Games. Das von ehemaligen Visceral Games Mitarbeitern gegründete Studio dürfte einigen von euch dennoch ein Begriff sein, da sie bereits beim 2011 erschienen Call of Duty: Modern Warfare 3 den Entwicklerkollegen von Infinity Ward unter die Arme greifen durften. Nachdem man also bereits erste Erfahrungen mit dem Franchise sammeln durfte beschloss Activision kurzer Hand, dass Sledgerhammer Games ab sofort das dritte Studio im Call of Duty Entwicklerkreis sein wird. Von nun an bekommt also jeder neue Serienableger statt der bisherigen 2 Jahre, 3 Jahre Entwicklungszeit spendiert. Damit sollen nicht nur mehr Innovationen in die zukünftigen Titel Einzug halten, es soll den Entwicklern auch die Möglichkeit gegeben werden Fehler machen zu dürfen ohne zeitliche Probleme zu bekommen und mehr Spielraum für Experimente schaffen. Sledgehammer hat sich auf alle Fälle einiges vorgenommen und möchte mit Advanced Warfare nicht nur einen starken Einstieg in das Franchise abliefern, sondern dieses auch gleich kräftig umkrempeln.

Wie die Chancen dafür stehen und ob man dem Spiel die neuen Entwickler ansieht, erfahrt ihr auf http://mag.shock2.info